Google+

Google+ in der Warteschleife für Unternehmen? Oder ist doch eher das alleinige Engagement auf facebook sinnvoll?

Logo des sozialen Netzwerkes Google+

Im Gegensatz zu facebook ist Google+ werbefrei, dafür weist es insgesamt weniger Funktionen auf, beispielsweise bei der Eventplanung. Wiederum kann man mit dem Hangout bei Google+ mit bis zu 10 Teilnehmern gleichzeitig einen Videochat führen. Facebook sieht dies nur für maximal 2 Personen vor. Insofern bietet sich auf Google+ die Möglichkeit, mit Kunden und Mitarbeitern den direkten Austausch oder Support durchzuführen. Besonders attraktiv dabei ist die mediale Vielfalt beim Einbinden verschiedener Google-Dienste. So kann ein Youtube-Video ebenso wie eine Präsentation auf Google-Docs/Drive ohne Probleme in eine Videokonferenz eingebunden werden.

An diesen Eckpunkten spiegelt sich die grundsätzliche Haltung der beiden Genres: facebook tendiert eher zum Privaten, mit dem Schwerpunkt auf Freizeit- und Eventplanung, Google+ eher zum Meinungs- und Faktenaustausch. Die Bestrebungen, aus facebook´s Fehlern zu lernen, resultieren in einem verbesserten Datenschutz und dem Zwang zur Klarnamen-Angabe bei der Registrierung. Letzteres sicher nicht ganz uneigennützig in punkto Daten- und Bewegungsprofil-Sammlung.

Für den B2C-Bereich ist vielleicht die Tatsache nicht ganz unerheblich, dass Wettbewerbe,  Gewinnspiele oder Gutscheinaktionen direkt für ihre Kunden derzeit nicht auf Google+ möglich sind. In den rechtlichen Regelungen von Google+ sind solche Vermarktungsmöglichkeiten nicht vorgesehen (Google+/PagesContestPolicy). Auf facebook können dagegen über spezielle Anwendungen ganze Shops integriert werden.

Fazit: Google+ sollten Unternehmen auf dem Schirm haben, die über genügend Kapazitäten zur Pflege sozialer Medien verfügen. Die Marktmacht der oben beschriebenen Google-Dienste und ihre immer engere Verzahnung ist nicht ganz unerheblich für das eigene Ranking. Neueste Entwicklung ist Google+ Local, das sehr eng an Google Maps gekoppelt ist. Wer dann auch noch den Austausch mit Kunden und Mitarbeitern via Videokonferenzen, inklusive Youtube und Google Docs/Drive sehr gut nutzen kann, profitiert sicherlich von einer verbesserten Suchmaschinen-Wahrnehmung.

Starthilfe für Interessierte gibts auf googleplusinside oder per kostenlosem Download des Google-Plus-Buches und Google-Plus-Local-Guide von Philipp Steuer.

YouTube

YouTube – der Video-Kanal

Blogbeitrag zu YouTube aus Social Media-Reihe von Sauer und Rogge

Was man vorab wissen muss: YouTube gehört Google. Von daher ist es kein Wunder, dass Google immer häufiger Videos an die Spitze der Suchergebnislisten setzt. Auch Webseiten, die Videos einbetten, finden sich eher auf den ersten Plätzen wieder als solche ohne Videos.

Hinzu kommt, dass weitere Services von Google wie beispielsweise Google+ oder Google Mail noch enger mit YouTube verzahnt werden. Google+ soll dabei zukünftig quasi als Schaltzentrale für sämtliche Google-Aktivitäten fungieren. Selbst Handys werden via Google-Betriebssystem Android in das System einbezogen sein.

Vielleicht sind dies bereits die Gründe für das gestiegene Interesse der Unternehmen an YouTube. Laut aktueller Burson Marsteller Studie nutzen bereits 79 Prozent der führenden 100 Weltkonzerne den Video-Kanal. In Deutschland sind die Unternehmen in dieser Hinsicht noch zurückhaltend. Dennoch ist auch hier ein zunehmender Trend unter den DAX-30-Konzernen zu beobachten. Unabhängig von der Nationalität engagieren sich vor allem Großkonzerne auf YouTube. Dies lässt erahnen, dass ein Social Medium wie YouTube einiges an men power für ein konsequentes Engagement verlangt, über das größere Unternehmen eher in ihren Marketing-Abteilungen verfügen als kleinere.

So können die Big Player wie VW sogar einen eigenen sogenannten Channel aufbauen. Recht erfolgreich versammelt der Konzern auf seinem YouTube-Kanal neben Werbe- und Imagevideos auch Informationen zu Ausbildungs- und Einstiegsmöglichkeiten im Unternehmen.

Art der Beiträge, Branche und Frequenz
Das genannte Beispiel von VW versammelt schon eine sehr ansehnliche Zahl an Möglichkeiten. Abgesehen von den Ausnahmen wie hochglanzpolierten Werbevideos ist allen diesen Möglichkeiten gemeinsam, dass der persönliche und authentische Charakter der Botschaft im Vordergrund steht.

Ob Big oder Small Player – ob B2B oder B2C – um sich als interessanter Arbeitgeber zu präsentieren oder eine stark von der Persönlichkeit geprägte Dienstleistung zu erklären, ist ein Video auf Youtube sehr empfehlenswert. Geht es um Kundenbindung und Service-Charakter, finden selbst weniger emotional aufgeladene IT-Dienstleistungen dort ihren Platz, manchmal mit ganzen Tutorial-Reihen. Angenehmer Nebeneffekt ist die schon erwähnte wohlwollende Ranking-Belohnung durch Google. Verstärkt wird dieser Effekt noch durch die Einbettung des Youtube-Videos auf der eigenen Website und den genannten Verlinkungen mit Google+. Es bedarf also nicht gleich eines ganzen Channels, um von der audiovisuellen Wirkung zu profitieren. Ein einzelnes professionell gemachtes Video dient ebenso als positiver Verstärker der Unternehmensaussagen. Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen Youtube quasi als Suchmaschine nutzen.

Wer einen eigenen Channel als zusätzliches Marketinginstrument einsetzen möchte, sollte eine deutlich höhere Frequenz des Engagements zeigen. Ohne übergeordnete Strategie und ständig aktualisierte News erreicht man sonst nicht genügend Abonnenten.

Wie man ein Video für Youtube kreiert bis hin zum eigenen Channel, erfährt man auf anschauliche Weise in diesem Marketingblog.
Damit ein Video nicht langweilig und hölzern wirkt, ist es gerade für Unternehmensdarstellungen wichtig, auf eine professionelle Anfertigung zu achten. Wie unser eigener Kooperationspartner haben sich bereits viele Firmen am Markt darauf spezialisiert und können bereits für relativ niedrige Preise ansprechende Ergebnisse anbieten.

Gerade für den B2C-Bereich ist es interessant, Youtube Analytics in die Vorüberlegung einzubeziehen. Indem man das entsprechende Balkendiagramm neben der Zuschauerzahl erfolgreicher Konkurrenzvideos betätigt, erfährt man, wer sich denn eigentlich genau für diese Videos interessiert. So lässt sich der informative und visuelle Anspruch der gewünschten demografischen Auswahl an Nutzern genauer einkreisen.

Geht es um Marken- oder Produktvideos hat sich Humor als erfolgreicher Transporteur der gewünschten Aussagen erwiesen, wie auch dieser Beitrag auf PC-Welt darlegt. Ob man in diesem Zusammenhang die These wagen kann, dass sich dies eher für konsumentennahe Produkte realisieren lässt, muss wohl erst die Zukunft zeigen. Denn erst mit dem zunehmenden Engagement der B2Bler in diesem Medienterrain wird sich zeigen, ob auch Industriegüter dafür in punkto Umsatzsteigerung einsetzbar sind.

Fazit:
Ein Video auf YouTube eignet sich besonders für die persönliche Vorstellung von Unternehmen als Arbeitgeber und Dienstleister. Hier lohnt sich auch ein einzelnes, stets aktuell gehaltenes Video. Neben dem Branding ist der generelle Service- und Informationscharakter für die Nutzer von Interesse. Produktvorführungen und Erfahrungsberichte werden positiv wahrgenommen. Um auch diesen Bereichen gerecht zu werden, bedarf es jedoch eines relativ hohen Zeit- und Personalaufwands, damit professionelle Ergebnisse erzielt werden und sämtliche Kommentare oder Anfragen der Zuschauer berücksichtigt werden können.

facebook

facebook  eine der meistbesuchten Websites: Datensammlung und -weitergabe in großem Stil

facebook Teil 2 – facebook bald Recruiting-Portal Nr. 1?

Bei der Nutzung des weltweit größten Social Networks facebook, zeichnet sich ein neuer Trend ab. Ein erster Versuchsballon steigt zur Zeit in den USA. Hier stellt der Social Netzwerker versuchsweise eine App bereit, in der Annoncen der größten US-amerikanschen Jobportale zusammenlaufen. Bereits 90 Prozent der US-amerikanischen Unternehmen nutzen die Chance, die rund 152 Millionen Nutzer (prognostiziert für 2013 laut aktueller Studie von Statista.com.) direkt ansprechen zu können.

Hinsichtlich der Rekrutierung gerade junger Leute mausert sich facebook allmählich zu einer veritablen Konkurrenz für Jobportale. Laut Meedia.de bezieht “mittlerweile die Hälfte der US-Arbeitgeber facebook in die Mitarbeitersuche ein. 90 Prozent der Unternehmen seien sogar der Meinung, dass dank des Networks weniger Stellenanzeigen in Zeitungen geschaltet werden müssten.” Sicher wird es nicht lange dauern, bis facebook damit auch hierzulande aktiv wird. Insofern ist diese Plattform mittelfristig besonders interessant für Unternehmen, die auf den ständigen Zulauf gerade jüngerer Bewerber angewiesen sind. Das lange Zeit geltende Tabu, facebook für berufliche Zwecke zu nutzen, wird mehr und mehr gebrochen. Eine sogenannte Karriereseite auf facebook wird daher wohl künftig immer mehr zur Pflicht, denn zur Kür.

Allgemeines:
Seit der Gründung im Jahr 2004 zählt facebook mittlerweile eine Fangemeinde von rund
955.000.000 aktiven angemeldeten Nutzern!!! Davon entfallen allein auf Deutschland mehr als
20 Mio. Man befindet sich also in guter Gesellschaft…
facebook, anders als Xing oder LinkedIn, ist eine soziales Netzwerk, welches hauptsächich privat genutzt, aber zu kommerziellen Zwecken Daten sammelt. So nüchtern kann man den Hauptnutzen für Facebook wohl beschreiben. Seit dem Börsengang im Mai diesen Jahres steht dieser Aspekt sicherlich noch mehr im Vordergrund.
Jeder der mindestens 13 Jahre alt ist, kann Mitglied des Netzwerks werden, indem er sich “einfach” registriert. Eintrittspreis sind die persönlichen Daten des Nutzers. Mindestens Name, Vorname und Geburtsdatum benötigt die Anmeldemaske um die Registrierung durchzuführen.

Vorteil für Unternehmen:
Für registrierte Unternehmen und Einzelfirmen ist facebook – rein aus Marketingsicht gesehen – eine Goldgrube. Anhand der gesammelten Daten lassen sich die Nutzer nach bestimmten Merkmalen, Vorlieben oder Bedarfen in Gruppen zusammenzufassenlassen. Daraus ergibt sich für die Unternehmen ein optimaler Ansprachekanal.
Die Daten der User generieren sich nicht nur aus den bei der Registrierung gemachten Angaben, sondern bilden das komplette Nutzerverhalten (Konsumverhalten, Kontakte, Medienverhalten etc.) ab.

Kann man es sich vor dem Hintergrund eigentlich leisten, noch kein facebook-Nutzer zu sein?
Die facebook-Karriere startet mit der Erstellung eines persönlichen oder eines Firmenprofils. Hier lässt sich festlegen, welche der gemachten Angaben der Öffentlichkeit zugänglich sein sollen und welche “Privat” und nur für Freunde zu sehen sind. Fotos, Videos und/oder Podcasts vervollständigen die Vorstellung. Hier zeigt sich bereits eine gute Möglichkeit, crossmedial sein Profil mit einem Youtube-Video oder der eigenen Homepage zu verlinken. Einer Studie zufolge nutzen Unternehmen Social Media deshalb zur Unterstützung Ihrer Kommuikationsaktivitäten. 60% sehen hier eine Chance, ihre Öffentlichkeitsarbeit abzurunden. Mehr als 70% setzen facebook für ihr Marketing ein.

Weitere Vorteile einer Facebook-Präsenz
Unter anderem folgende Möglichkeiten eröffnen sich Unternehmen durch facebook:

  • Steigerung der Bekanntheit,
  • Minimierung des Streuverlusts bei der Zielgruppenansprache,
  • Maßnahmen zur Imagepflege,
  • Kundenbindung intensivieren,
  • Responsemöglichkeit schaffen,
  • Traffic für die eigene Homepage steigern (mittels Verlinkung), Suchmaschinenoptimierung,
  • Interaktion in kleinen Gruppen zum Beispiel bei internationalen Projektarbeiten etc.

Erfolgsmessung
Ob facebook für ein Unternehmen eine sinnvolle Ergänzung der Marketing und PR-Maßnahmen darstellt lässt sich ebenfalls anhand verschiedener Kriterien herausfinden. Die Qualität des Nutzens lässt sich zum Beispiel anhand

  • der Anzahl der wiederkehrenden Besucher,
  • des Inhaltes der Nachrichten/Kommentare,
  • der Abonnements,
  • der generierten Verkäufe/Anfragen

bewerten.
Aussagen über die Quantität bieten unter anderem die Anzahl der

  • Besucher/Fans,
  • aufgerufenen Seiten,
  • Kommentare,
  • Klicks auf die Homepage.

Wichtige Überlegungen im Vorfeld
Die Frage der Erfolgsmessung ist einer der vielen Aspekte, die im Vorfeld der Profil-Einrichtung zu klären sind:

  • Welche Ziele werden verfolgt?
  • Wer ist die anzusprechende Zielgruppe?
  • Ist ausreichend interessanter Content vorhanden?
  • Wer legt das Profil an?
  • Wer übernimmt die, doch zeitintensive, Pflege der facebook-Präsenz?
  • Gibt es im Unternehmen jemanden, der über die notwendige Kommunikationssicherheit verfügt und sich der Sache annimmt oder ist es sinnvoll eine Agentur zu beauftragen?
  • Wie mache ich die facebook-Seite bekannt?
  • Passt Facebook zu meiner Unternehmens- und Produktphilosophie?
  • Welche Informationen über das Unternehmen sollen auf facebook verbreitet werden?
  • Wer kennt sich mit den Tücken der Registrierung aus und trägt Sorge für die richte Auswahl der umfangreichen Optionen?

Aber wieviele Unternehmen nutzen überhaupt soziale Netzwerke um ihre PR- und Marketingmaßnahmen voranzutreiben?
Eine Befragung unter Marketingentscheidern mittelständischer Unternehmen zeigt, dass nur etwa 36% einen Vorteil in einer Unternehmenspräsenz auf dacebook sehen. Jeder zweite Entscheider ist allerdings der Meinung, dass Videos auf Youtube zu neuen Kontakten führen.

Im B2B.Bereich ist es oft schwierig, Inhalte ansprechend und interessant zu gestalten. Ein gutes Beispiel für eine gelungene facebook-Verknüpfung mit Youtube ist die Vorstellung des KUKAnizers.

Sensible Aspekte der Facebook-Nutzung
Natürlich hat die Medaille auch eine Kehrseite. Zu nennen wären beispielsweise:

  • Fragwürdiger Datenschutz
  • Technische Mängel
  • Häufig wechselndes “Kleingedrucktes”
  • Umfangreiche Optionenauswahl bei der Registrierung bedürfen eines ausgeprägten technischen Verständnisses
  • Großer zeitlicher Aufwand zur Pflege des Profils
  • Hohe Frequenz bei der Aktualisierung von Inhalten

Karriere auf Facebook
Interessant ist, dass Personalthemen sich auf facebook nicht so häufig wiederfinden. Laut der o.g. BITKOM-Studie zum Thema Social Media in deutschen Unternehmen nutzen nur etwa 8% der Unternehmen facebook für ihre Personalarbeit. Das liegt zum einen sicherlich an den vorgenannten Aspekten, zum anderen aber auch daran, dass soziale Netzwerke wie beispielsweise “facebook”, “StayFriends” oder “wer-kennt-wen” von ihren Usern nahezu ausschließlich für private Zwecke genutzt werden. Jobangebote oder Karrieremodelle werden von den Nutzern auch nicht erwartet. Es wird klar getrennt zwischen privaten und Karrierenetzwerken. Bei facebook stehen Funktionen wie der Austausch mit Freunden, der Erhalt und die Weitergabe von Informationen, das Hochladen und Teilen von Fotos an oberster Stelle. Jobangebote, Unternehmensinformationen oder Arbeitgeberpräsentationen finden dagegen nur selten “Fans”. Weitere Informationen zur Nutzung Sozialer Netzwerke im Internet bietet die BITKOM-Studie “Soziale Netzwerke .
So ist es nicht verwunderlich, dass mittelständische Unternehmen eher keine Karriereseiten auf facebook unterhalten.

Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass facebook durch seine große Popularität sicherlich eine gute Basis für die Verbreitung von Unternehmensinformationen darstellt.
Was spezielle Karriereinformationen betrifft, zeigen die Nutzer in einem eher privat geprägten Netz lediglich geringes Interesse.

Fachinformationen zu spezialisierten Industrieprodukten sucht man derzeit noch eher in Branchenportalen, B2B-Verzeichnissen oder Lieferantensuchmaschinen. Erfolgsaussichten im Bereich B2B und B2C sind jedoch durchaus vorhanden, solange es sich um generelle Unternehmens- und Produktinformationen oder den Austausch mit der Öffentlichkeit handelt. Der Zeitaufwand für ein konsequentes Engagement bei facebook und der daraus resultierende Nutzen für Kundenbindung und -generierung muss abgewägt werden.

Unabhängig von der Branche sind unter Umständen sogenannte facebook Gruppen interessant. In offener oder geschlossener Form können hier Gruppenmitglieder Informationen austauschen. Kleine und mittelständische Unternehmen können oftmals den Zeitaufwand für eine konsequente und aktuelle facebook-Präsenz nicht leisten. Über ihre Mitarbeiter bestünde hier die Möglichkeit, ein menschliches Bild des Unternehmens in der Öffentlichkeit zu vermitteln, beispielsweise zu offen einsehbaren Betriebssportgruppen.

Für Personal-, Recruiting- und Karrierethemen bietet sich facebook zur Zeit in Deutschland noch nicht an. Die Zielgruppe (Generation Y) hat noch nicht gelernt, den Vorteil der Karriereplanung über facebook für sich zu erkennen. Hierfür sollte anderen Communities, wie beispielsweise XING oder LinkedIn, der Vorzug gegeben werden.Langfristig wird facebook sicherlich als Recruiting-Kanal unmittelbar einsetzbar sein.

RSS – Really Simple Syndication

Icon für RSS-Feeds
RSS-Feeds informieren über  Änderungen auf Websites. Kurze Textanrisse leiten den Abonnenten zur gewünschten Website weiter. Um den kostenlosen Informationsdienst zu nutzen, reicht das Aktivieren des Feeds mittels Mausklick auf das Icon. Die Benachrichtigung erfolgt über ein Tabulatoren-Lesezeichen im Browser. Dort ist es jederzeit wieder per rechter Maustaste löschbar. Alternativ kann das RSS in iGoogle, der individuell zusammenstellbaren Startmaske von Google, integriert werden.

Sollte eine Website diesen Dienst nicht anbieten, besteht die Möglichkeit, Änderungen auf Sites mit Google Alert (Information per E-Mail) oder Google Reader (Information via Browser) zu verfolgen.

Im Gegensatz zum Newsletter bestimmt nicht der Website-Betreiber Frequenz und Umfang der Information, sondern ein Web-basierter Automatismus.

Ein RSS ermöglicht das konsequente Beobachten von Websites. Entwicklungen und Angebote der Branche, des Wettbewerbs und von Special-Interest-Seiten sind so jederzeit auf dem Radar. Im Sinne einer ersten Marktanalyse sollte diese Möglichkeit noch ergänzt werden um einen Google Alert.

Wikis

Icon für Webwikis

Wiki ist hawaiianisch und bedeutet: schnell.

Wiki ist zunächst nichts anderes als eine normale Website, auf der man über eine Homepage den Einstieg findet. Dann kommt aber der Unterschied: Gerade beim Bearbeiten bewahrheitet sich das Wort „schnell“. Änderungen können sofort online über ein Bearbeitungsfenster vom Benutzer vorgenommen werden. Querverweise und Unterseiten werden direkt am Bildschirm geändert und ergänzt. Mit der Zeit entsteht eine regelrechte Seitensammlung von Beiträgen, die über Links miteinander verbunden sind.

Als eine Art “CMS” mit offenem Zugriff fungiert ein Wiki zum einen für die Öffentlichkeit im Web (z. B. Wikipedia), organisationsintern  (z.B. als Intranet) oder auf einzelnen Rechnern (zur Informations-organisation). Unternehmen setzen Wikis meist im Intranet ein und können dort auch spezielle Zugriffsrechte für deren Nutzung organisieren.

Die Idee hinter Wiki: Ideenorganisation, gemeinschaftliches Arbeiten, Erfahrungsaustausch, Wissensschatz = kollektive Intelligenz schaffen – und das alles möglichst schnell und komplikationsfrei. Aus diesem Grund können Wikis grundsätzlich ohne besondere Software und kostenfrei erstellt werden (www.wikia.com/Special:CreateNewWiki).


Vorteile
eines WIkis

Zeitunabhängige Wissensdatenbank, in der auch große Informationsbestände übersichtlich angeordnet und schnell aktualisiert werden können.

Minimum an technischem Aufwand: www.mediawiki.org – hier gibt es die Original-Software des Wikipedia als kostenlosen Open-Source-Code, technische Voraussetzung ist nur ein Webbrowser. Externe und interne Mitarbeiter können über Ländergrenzen hinweg darauf zugreifen, ohne dass erst eine spezielle Software installiert werden muss.

Sinnvoller Einsatz im Web: Informationsplattformen, auch zu speziellen Themen, sind ein umfassender Datenpool und werden von der Öffentlichkeit immer mehr erweitert. Hohe Nutzerzahl sorgt für Wahrheit und Neutralität.

Special Interest Wikis = Fanwikis konnten sich etablieren. (Bsp.: Sherlock Holmes – Wiki)

Sinnvoller Einsatz bei Projekten  = Projektteilnehmer tauschen sich aus und sammeln ihre Ideen und Resultate.

Sinnvoller Einsatz innerhalb Abteilungen = Abteilungswissen/Know-how wird gesammelt und gespeichert Fragen/Fehler können reduziert werden. Abwanderung von Leistungsträgern hinterlässt keine großen Wissenslöcher.


Nachteile
eines Wikis

Je höher die Nutzerzahl um so verlässlicher der Wahrheitsgehalt der Informationen. Mit einem Rechte-Management für einen kleineren Nutzerkreis kann sichergestellt werden, dass nur qualitativ gesicherte Informationen Eingang ins Wiki finden.

Wichtige Aspekte können verloren gehen, wenn allzu forsch bestehende Einträge abgeändert werden. Eine stete und rege gegenseitige Kontrolle der Beiträge ist daher Voraussetzung für ein funktionierendes Wiki.

Damit unternehmensinterne Daten nicht in ungewünschte Hände geraten, muss eine kostenlose Software wie Media Wiki mit einem Passwortschutz nachgerüstet werden.

Dateien und Office-Dokumente lassen sich nicht ohne weiteres in ´normale´ Wikis einbinden. Spezielle Firmen-Wikis wie Google Jotspot, Teampage oder Confluence bieten hier Abhilfe. Diese sind auch in der Lage, Vorversionen eines Eintrags abzuspeichern, was gerade bei unpassenden Änderungen wichtig ist. Confluence hat darüber hinaus den Vorteil, dass es neben PDF-Dokumenten auch Word-, Excel und PowerPoint-Dateien akzeptiert.

Viele Unternehmen benutzen inzwischen Plattformen wie Microsoft Sharepoint für ihre Projektarbeit und Verknüpfung von Interessensgruppen. Insbesondere die aufgeführte Problematik beim Einspielen von Dateien und Office-Dokumenten tritt hier nicht auf dank des sog. Office-Connectors. Im eigentlichen Sinne handelt es sich bei Sharepoint um kein Wiki sondern um eine Enterprise Collaboration Plattform, in die das Firmen-Wiki Confluence eingebunden werden kann.


Fazit

Gerade durch die schnelle Bearbeitbarkeit werden Mitarbeiter angeregt, ihr Wissen zu teilen und – was inzwischen beinahe noch wichtiger ist – dieses der ´Nachwelt´ zu erhalten. Negative Effekte durch Fluktuation und Abwanderung können so gemildert werden.

Für neue Mitarbeiter wird es leichter, sich in bestehende Prozesse hineinzuarbeiten.

Kosten und Nutzen für den Erwerb eines Firmen-Wikis bis hin zum MS Share Point aus den genannten Gründen heraus, müssen abgewogen werden.

Fan-Wikis bieten sich gerade für Firmen an, die beispielsweise große Spiele-Reihen mit einer breiten Community weiterentwickeln wollen.

Empfehlungsportale

Anders als bei interessensspezifischen Portalen stellen Empfehlungsportale wie beispielsweise KennstDuEinen, Golocal, kununu oder Qype branchenübergreifende Kunden- und Arbeitnehmerbewertungen zur Verfügung. Um eine missbräuchliche Nutzung und somit eine mögliche Rufschädigung zu vermeiden, überprüfen die Portalbetreiber bei eingehenden Bewertungen unter anderem die entsprechende E-Mail-Adresse oder Domain des Einstellers auf ihre Herkunft. Bei einigen ist der Eintrag von Bewertungen ausschließlich nach vorheriger Registrierung möglich.

Empfehlungsportale - authentische Laufstege für Firmen in ihrer Funktion als

Leistungsanbieter:
Empfehlungsportal QypeEmpfehlungsportal QypeEmpfehlungsportal Mr. WongEmpfehlungsportal KennstDuEinen.deEmpfehlungsportal GolocalEmpfehlungsportal Yelp

Marktführer bei den sogenannten Bewertungsportalen ist der Städteguide “Qype”. Aber auch  ”Kennstdueinen”, “Golocal” und “Yelp” sind als Empfehlungsportale im Bereich der Städte- und Restaurantführer eine bekannte Größe. Bei Mister Wong wiederum können Website-Adressen empfohlen oder lesenswerte Dokumente geteilt werden. Die Nutzer haben die Möglichkeit, Bewertungen der verschiedenen Leistungen oder Services zu veröffentlichen, welche direkt mit der entsprechenden Unternehmens-Homepage verlinkt werden können.

Nutzergruppen:

  • Städteguides werden eher von Netz- und vor allem Mobile-App-affinen Nutzern aufgesucht, da viele unterwegs die besten Freizeit- und Einkaufstipps suchen und vergeben. Für spezielle Themen wie Gesundheit, Erziehung oder Autos interessieren sich dagegen Internetnutzer jeder Altersgruppe.

Brancheneignung:

  • Ursprünglich als Restaurantführer gestartet, werden beim Marktführer Quipe mittlerweile branchenübergreifend Treffpunkte sowie Produkte und Dienstleistungen empfohlen, die schnell und nah am Kunden sind.
  • Einen Ausschnitt aus der Bandbreite der bewerteten Branchen im Netz zeigt diese Grafik. Bei Themengebieten abseits der benannten Marktführer, sollte man Web-Adressen hinsichtlich ihrer Aktualität und Relevanz recherchieren.

Art der Beiträge und Frequenz:

  • Öffnungszeiten, Produkt- und Leistungsbeschreibungen, aktuelle Events und Sonderaktionen sollten tagesaktuell in diese Portale eingestellt werden.
  • Mit Bewertungstools auf der eigenen Website oder Hinweisen auf Geschäftsunterlagen kann man die Kunden zur Abgabe ihrer Meinung auffordern und diese wiederum in die eigene Homepage einbinden.

Arbeitgeber:
Arbeitgeberbewertungsportal kununu
Für den deutschen Markt ist “kununu” das größte Arbeitgeberbewertungsportal. Auf Kununu werden nicht nur Arbeitsplätze hinsichtlich Gehalt oder Fluktuation bewertet, sondern auch Bewerbungsverfahren und Ausbildung. So erhält der Nutzer die Chance, beim potenziellen Arbeitgeber auch mal hinter die Kulissen zu schauen.

Gleichzeitig können Unternehmen dort kostenpflichtig offene Stellen anbieten und ein umfassendes Profil anlegen, das von der Selbstdarstellung bis hin zu Bewerbungstipps reicht. Kununu, als bekanntestes Empfehlungsportal im Bereich der Arbeitgeberbewertung, informiert nach eigenen Angaben monatlich etwa 1 Mio Fach- und Führungskräfte, Absolventen und Studenten sowie Ausbildungsplatzsuchende. Die Bewertungsstrategie ist auf Unternehmen aller Größen und Branchen anwendbar.

Wie bei allen fremdgesteuerten Einträgen, trägt der Portalbetreiber auch bei Empfehlungsportalen nur dafür Sorge, dass rechtswidrige Einträge gelöscht bzw. nicht veröffentlicht werden. Bei negativen Bewertungen hat das Unternehmen die Möglichkeit einer Stellungnahme bzw. Richtigstellung – aber gesagt ist halt gesagt. Daher gilt bei Kritik:

  • zügig antworten, aber nicht überstürzt
  • sachlich, nicht emotional mit Kritik umgehen
  • zeitlich länger zurückliegende Vorkommen nicht wieder aufgreifen, da sonst Google-Eigendynamik entsteht und entsprechende Links immer wieder aufploppen
  • auf berechtigte Kritik möglichst persönlich eingehen und Fehler zugeben
  • bei unberechtigter Kritik mögliche Missverständnisse versuchen, auszuräumen, Lösungsvorschläge anbieten und die eigene Linie durchhalten, sofern überzogene Kritk oder Forderungen bestehen bleiben
  • bei komplexeren Vorgängen lohnt sich die Einrichtung einer Landing Page, auf der das Thema umfassender erläutert werden kann

Empfehlungsportale haben in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen und so gibt es für fast jedes Themengebiet Communities. Allerdings bleibt immer abzuwägen, welchen Stellenwert man einer Bewertung einräumen kann. Ein wichtiger Indikator für die Einschätzung von Bewertungen ist unter anderem die Anzahl der vorliegenden Bewertungen, die Aktualität oder die Bewertungstiefe. Letztlich ist jedoch immer zu berücksichtigen, in welchem Kontext eine Bewertung abgegeben wurde und um welche Zielgruppe es sich dabei handelt.

Für ein Firmenengagement in Meinungsportalen, unabhängig davon, ob sie aus Kunden- oder Arbeitnehmersicht entstanden sind, gilt grundsätzlich:

  • Authentische Beiträge ohne überzogene Eigenwerbung
  • Konstruktive Kommentare aufgreifen und einbinden
  • Einträge auf dem neuesten Stand halten
  • Visuelle Aufbereitungsmöglichkeiten nutzen (Fotos, Video)

Online-Tagebücher / Blogs

Online-Tagebücher, auch genannt Blogs.

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Nach RSS und Wiki benötigt man hier, aus Sicht der Unternehmen, schon etwas mehr Zeit für deren Pflege.

Angefangen hat es mit den assyrischen Tontafeln der Antike. Aufrechterhalten von Robinson Crusoe und gewissenhaften Kapitänen wurden sie zunächst handschriftlich mit Tinte auf Papier gebracht. Heute sind sie in digitaler Form vorhanden. Die Rede ist von Log- sprich Tagebüchern. Diese “Tagebücher des Webs” oder Blogseiten, haben sich rasant weiterentwickelt. Von der reinen Aufzeichnung der täglichen Begebenheiten auf der Insel oder an Bord ist man Anfang der 90-er Jahre zum Erläutern aktueller Entwicklungen interessenspezifischer Themengebiete, meist aus der Ich-Perspektive des Bloggers, übergegangen. Wer hätte gedacht, dass die “Aktion Sorgenkind” Mitte der 90er einen der ersten Blogs führte. Damals war die Zahl noch überschaubar mit einigen 100 Blog-Pionieren im Internet. Mittlerweile haben wir es mit  200 Mio Blogs und mehr als 100 kostenlosen Anbietern geeigneter Blog-Software zu tun.

Dabei wird unterschieden zwischen der sogenannten internen und externen Blogtechnik. Man kann die Software auf dem eigenen Server oder von einem Bloghoster einrichten lassen. Bekanntester kostenloser Anbieter am Markt ist WordPress, der beide Möglichkeiten vorhält. Wer sich nicht mit Wartung und (Sicherheits-) Updates herumschlagen will, wählt eher einen Hosting-Dienst. Einen guten Überblick über die verschiedenen Dienstleister findet man auf Die 10 besten Bloganbieter und Bloganbieter.de

Unternehmen und Medien setzen diese Form der Internet-Technik vor allem dazu ein, um Meinungen ein- und aufzufangen. Herausstechendes Merkmal jedes Blogs ist daher die “Kommentarfunktion” für Leser. Wer sichergehen möchte, keine ungewünschte Spam-Resonanz zu erhalten, baut eine vorhergehende Verifizierung per E-Mail ein. Dies verhindert allerdings viele spontane und ernsthafte Kommentare derjenigen, die dieses Prozedere als Zeitfresser empfinden.

Wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten für Blogs in der internen und externen Unternehmenskommunikation sind, zeigt sehr anschaulich die folgende Grafik:


Quelle: bernetblog.ch – “Corporate Blogging -Chancen, Erfahrungen, Trends”
© Weblog-Formen, Medienarbeit im Netz, Marcel Bernet, www.onlinepr.ch S.106

Hinsichtlich der internen Kommunikation nennen wir gerne das Beispiel des bloggenden Personalvorstandes von McDonalds auf http://www.employerbranding-blog.de. Gerade Vorstände größerer Unternehmen können so für mehr Transparenz ihrer Tätigkeiten sorgen und im Idealfall den direkten hierarchieübergreifenden Kontakt zu ihren Mitarbeitern halten.

Auch für kleinere Unternehmen macht es Sinn, besonders in Krisenzeiten oder bei Veränderungsprozessen einen speziellen Informationsblog einzurichten, der die Mitarbeiter ohne Verzögerungen auf dem Laufenden hält.

Für Unternehmen sind Blogs, insbesondere solche, die sich zu fachspezifischen Leistungen oder Produkten an die Öffentlichkeit wenden, über alle Branchen hinweg von Vorteil,
wenn sie

  • ernsthaft betrieben werden, d. h. regelmäßig mit ca. 1-2 Beiträgen pro Woche bestückt werden
  • gut geschrieben sind, d. h. einen lesbaren Mehrwert an Hintergrund- und Zusatzinfos in authentisch ansprechender Form liefern
  • SEO-Kriterien nicht außer Acht lassen (Keywords, URL…)
  • regelmäßige Technik-Updates erfahren

weil sie

  • das Unternehmen persönlicher werden lassen als eine Hochglanz-Broschüre
  • die Einzigartigkeit der direkten Interaktion mit dem Kunden oder den Mitarbeitern liefern
  • dem Unternehmen einen Experten-Status einräumen, der jederzeit auf aktuelle Entwicklungen eingehen kann
  • gerade KMU damit eine äußerst kostengünstige Möglichkeit bieten, ihr Google-Ränking entscheidend zu verbessern
  • sich zudem sehr gut mit einem Newsletter-Service verbinden lassen

 

Für diejenigen, die Geschmack an dieser Mitteilungstechnik gefunden haben, hier nun noch ein paar Begrifflichkeiten aus der Bloggerszene:

Blogroll: Linksammlung von Blog-Adressen, die ebenfalls interessante Aspekte zum betreffenden Thema aufweisen

Trackback: Nimmt ein Blogger in einem seiner Artkel Bezug auf einen Beitrag in einem anderen Blog, so kann er dies auch im “Quellblog” kenntlich machen, indem er einen Trackback setzt: Durch Kopieren der sogenannten Trackback-URL im Ausgangsartikel und Anfügen im entsprechenden Trackback-Fenster unter seinem eigenen Beitrag, erhalten Leser und Betreiber auch des Ursprungsblogs den Hinweis, dass weiterführende Informationen unter der angegebenen Blog-Adresse existieren.

Pingback: Diese spezielle Blog-Software ersetzt das manuelle Eintragen der Trackback-URLs. Sobald eine andere Blog-Adresse im Artikel eingefügt wird, informiert diese Software atuomatisch die jeweiligen Seiten über die Verlinkung. Unterstützt wird dieser Automatismus unter anderem von WordPress.

Blogsuchmaschinen

Blogsuchmaschinen
Blogsuchmaschine Google Blogsearch

Unabhängig davon, ob ein Unternehmen einen eigenen Blog führt oder nicht, kann es hilfreich sein, Trends und Themen in der Bloggerwelt zu verfolgen, die für dessen Kunden, Projektmitarbeiter oder potenzielle Angestellte interessant sind. Nur, wo tummeln sich gerade diese mit jener Relevanz, die tatsächlich wegweisend für das Unternehmen sein kann?

Hier können sogenannte Blogsuchmaschinen helfen. Millionen von Blogs werden von diesen durchforstet, teilweise auf internationaler Ebene und mit Rankings der führenden Adressen. Qualitätskriterien wie Aktualität der Beiträge oder Verlinkungshäufigkeit können bei diesen Suchmaschinen von vornherein in die Suche miteinbezogen werden.

Je nachdem, ob der soziale oder fachliche Austausch der gewünschten Zielgruppe zu den Dienstleistungen, Produkten oder auch einzelnen Projekten für ein Unternehmen relevant ist, generieren sich die Suchaspekte entsprechend. Ein Blick auf die führenden Suchmaschinen zeigt folgende Besonderheiten:

  • Blogsearch.Google.de: Für den deutschen Markt sicherlich eine der wichtigsten Adressen, da alle hiesigen Blogs erfasst sind.
  • Blogcosmos.de: Diese Suchmaschine erfasst nur Webtagebücher, die zuvor dort angemeldet wurden.
  • Yabusco.com: Greift ebenso wie Blogcosmos.de auf registrierte Web-Adressen zurück mit dem Anspruch, auf google-gemäße “Abstrafungen” zu verzichten. Das heißt, auch Blogs mit nur wenigen Verlinkungen werden deswegen nicht automatisch nach hinten katapultiert.
  • Technorati.com: Mittlerweile werden hier nur noch Blogs aus dem angelsächsischen Raum geführt. Für Unternehmen, die in diesem Markt engagiert  sind, eine lohnenswerte Adresse.
  • Icerocket.com: Internationale, englisch-sprachige Blogsuchmaschine

eher in Richtung Social News ausgerichtet sind:

  • Twittorati.com: verbindet Twitter mit Technorati, indem die Top 100-Blogs gemäß Technorati präsentiert werden, die auch bei Twitter vertreten sind.
  • SocialMention.com: Internationale Metasuchmaschine, die aus mehr als 100 Web2.0-Adressen alles das bündelt, was von Nutzern veröffentlicht wurde. Analog dem Google-Alert bietet SocialMention einen Social Media Alert. Sobald etwas über ein Unternehmen, dessen Produkte oder Dienstleistungen in den Sozialen Medien verlautbart wurde, wird dieser per E-Mai aktiv, entsprechend der zuvor eingegebenen Suchbegriffe.

Wie man darüber hinaus Blogsuchmaschinen für die Personalsuche einspannen kann, verrät dieser interessante Artikel auf: http://www.wollmilchsau.de/personalsuche-in-blogs/

Fazit:
Sporadisch lohnt sich der Blick in obige Suchmaschinen, um einen Einblick in die fachliche und soziale Gedankenwelt abseits der oftmals rein werbefinanzierten Fachmedien und den übermächtigen Google-Suchergebnissen zu bekommen (wenn man auch einmal eine alternative Suche über Yabusco oder Blogcosmos einbindet).

Inwieweit sich die regelmäßige Nutzung für die Personalsuche, vor allem nach wechselwilligen Fachkräften lohnt, muss sich noch zeigen.

Texte im Internet

Digitales Storytelling – Neue Erzählformen

Texte im Internet orientieren sich zunächst einmal

> an der gewünschten Zielgruppe:
Welche Web-Kanäle nutzt diese?
Wie können diese sinnvoll in meinen Unternehmensauftritt einbezogen und auch crossmedial, beispielsweise in Print und Internet verzahnt werden?
In welcher Tonart, im ´Fachdeutsch´ „tonality“ genannt, und mit welchen Stilmitteln sind diese anzusprechen?
Welche multimedialen Elemente können mit einem erkennbaren Mehrwert eingebunden werden?

> am Produkt oder der Dienstleistung:
Ist dies eher sachlicher oder emotionaler Natur?

Vor den weiterführenden Überlegungen zu meiner Zielgruppe lohnt sich ein Blick auf das grundsätzliche mediale Nutzerverhalten in Web und Print. Mit wem habe ich es eigentlich genau zu tun im Internet? Bei der Antwort auf diese Frage kommt man automatisch zu den grundlegenden Unterschieden zwischen der gedruckten und digitalen Info-Übermittlung:

  • Autonomie des Users:
    Gedruckte Texte sind typischerweise linear-hierarchisch aufgebaut und folgen dem Prinzip der umgekehrten Pyramide, das heißt, der Infokern steht am Anfang der Meldung. Ältere Informationen oder erläuternde Details folgen meist wesentlich später. Zwangsläufig folgt man im Lesefluss der Art und Weise, wie der Redakteur das Thema textlich umgesetzt hat. Im Internet ist es zwar auch so, dass Überschrift und Teaser (Unterüberschrift) den Kern der Geschichte beinhalten oder zumindest anreißen, doch der Nutzer kann selbst entscheiden, an welchen Stellen er abzweigt und sich weitergehende Informationen anhand angebotener Links oder Unterüberschriften aneignet.Der Leser bestimmt im Grunde den Verlauf der gesamten Story, unabhängig davon, ob es sich um eine Pressemeldung, einen Essay oder ein Unternehmensportrait handelt. Wichtig ist es also, diese Autonomie zu ermöglichen und den inhaltlichen Strang der Kernbotschaft im textlichen Grundgerüst zu verankern. Diese fürs Internet typische nichtlineare Erzählform birgt phantastische Möglichkeiten, darf jedoch nicht durch zu viele Abzweigungsmöglichkeiten für Verwirrung sorgen.
  • Das User-Verhalten:
    Man ordnet das Leseverhalten von Print- und Online-Nutzern zwei verschiedenen Gruppen zu. Zum einen gibt es die sogenannten methodischen Leser. Diese lesen einen Text von Anfang bis zum Ende und bewegen sich dementsprechend auch in der Menüführung von Webseiten. Es mag nicht verwundern, dass 75%1 der Fans des Gedruckten methodische Leser sind, aber nur 47% derjenigen, die sich lieber im Netz bewegen.
    Sogenannte Scanner dagegen überfliegen sämtliche angebotenen Informationseinheiten wie Überschriften, Grafiken oder andere mediale Elemente; lesen die Story an und springen dann zu weiteren Themen. Nur ¼ der Print-Leser nehmen auf diese Weise Informationen auf, aber mehr als die Hälfte der Online-Nutzer zählen zu den Scannern.
    1Quelle: Akademie für Publizistik, Bernhard Lill, 2012
  • Ein Ausblick in die Zukunft:
    Mit der Weiterentwicklung beispielsweise der Tablet-PCs eröffnen sich noch mehr Möglichkeiten, Informationen wahrzunehmen. Studien2 wie zum Tablet-Nutzerverhalten werden zukünftig mitbestimmen, inwiefern hier spezielle Aufbereitungsformen für Texte berücksichtigt werden müssen.
    2Interessantes Beispiel:eytrack.poynter.org
  • Multimediale Auswahl:
    Die geschickte Kombination von Text, Foto, Ton, Grafik, Video oder Animation spricht die Sinne vielfältig an und erleichtert den Informationsübergang vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis.
  • Möglichkeiten zur Interaktion:
    Altbekannt sind Kontakt-E-Mails, Bestellmöglichkeiten von Produktinfos und Newslettern, Bewertungsbuttons oder Kommentarfunktionen.

Und wie lang sollten Internet-Sätze sein? Laut Aufmerksamkeitsforschung gilt nach wie vor die Faustregel von 7 Wörtern als sehr leicht lesbar. Angenehm aufbereitet verfehlen auch 15-20 Wörter, so wie im Print-Bereich üblich, in Unternehmenstexten ihre Wirkung nicht.

Das Vermitteln von Botschaften und Infos im Internet wandelt sich mehr und mehr zum digitalen Storytelling. Parallel etabliert sich der Videokanal Youtube immer stärker als Alternative zu herkömmlichen Suchmaschinen. Ein besonders gelungenes Beispiel dafür, wie man Informationen abwechslungsreich und mit Tiefgang als Video präsentieren kann, ist dieser Youtube-Beitrag des ZDF: Wenn Text-Maschinen beginnen das Internet zu dominieren…

Krisenkommunikation

Krisenkommunikation
Besonders bei gravierenden Veränderungen oder wirtschaftlichen Schieflagen ist die Loyalität zum und das Vertrauen in den Arbeitgeber besonders wichtig. Dabei spielt die kontinuierliche Information der Führungskräfte und Mitarbeiter eine wesentliche Rolle. Sie schafft Sicherheit und erhält die Motivation auch in schweren Zeiten. Eine gute Krisenkommunikation berücksichtigt die emotionale Beteiligung der Betroffenen und zeichnet sich durch zeitnahe und kontinuierliche Information aller Interessengruppen aus. Wir unterstützen Sie bei der prozessbegleitenden Kommunikation mit Ihren Mitarbeitern und der Öffentlichkeit. Unser “Basic”-Konzept zur Krisenkommunikation finden Sie im Basic-Krisenkommunikationskonzept von Sauer und Rogge – HR Communications.

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