Alles neu im Netz? Nicht ganz. Manchmal reicht es auch, intelligent Erfolgsrezepte zu mischen um so ein neues Social Medium zu erschaffen: “pinterest” – Wortkonstrukt aus dem englischen Wort “pin” für Anstecken und “interest” für Interesse. Also eigentlich eine Art digitaler Pinnwand für all die Dinge, die User im Netz interessieren. Meist sind es Bilder, die vorrangig Frauen zu ihrer persönlichen Pinnwand hinzufügen und, im Gegensatz zu herkömmlichen Bildportalen wie “flickr”, in persönliche Album-Kategorien ordnen und per Social Bookmark-Elementen erweitern können.

Darüber hinaus sind Likes und Kommentare, nun wiederum wie von facebook gelernt, der Leser möglich und gewünscht. Dies ist eine neue Zusatzfunktion gegenüber “tumblr”, wo bisher ebenfalls sehr erfolgreich Bilder und Videos, mit Texten unterlegt, geteilt werden können. Und seit der Zusammenarbeit mit Twitter, lassen sich gepinte Inhalte auch ganz einfach via Twitter zwitschern. Was besonders in Versuchung führt: Durch Anklicken der Darstellungen von Schuhen, Kleidern und Ähnlichem, ist man auch schon beim Verkäufer angelangt – Affiliate Marketing lässt grüßen. Dafür ist pinterest bisher werbefrei und wird vorrangig von Frauen im Alter von 18 bis 34 Jahren genutzt. Männer tummeln sich dort eher unter den Kategorien Technik und Sport in nicht ganz so großer Zahl. Also für Unternehmen, vor allem der Mode- und Einrichtungsbranche sicher nicht uninteressant, entsprechende Verknüpfungen bei ihren Angeboten herzustellen – ganz einfach über einen pinterest-Button, ähnlich dem von facebook.

Bereits 2011 verzeichneten die Macher von pinterest, Cold Brew Labs Inc. aus Kalifornien, 11 Mio. Besucher in den USA. Mittlerweile sind es mehr als 70 Mio weltweit mit zunehmenden Anteilen in Deutschland. Genaue Zahlen, sehr gut aufbereitet, findet man hierzu im Futurebiz-Blog von Jan Firsching.

Pinterest: Jeder zeigt, was gefällt